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Der Social Recruiting Guide

Social Media Recruiting, auch bekannt als Social Recruiting, ist aus meiner Talentgewinnungsstrategie nicht mehr wegzudenken. Warum? Die Antwort ist einfach: Ich erlebe täglich, wie wirkungsvoll es ist.

In diesem Artikel nehme ich dich mit in die Welt des Social Recruitings. Ich erkläre, warum es so effektiv ist und stelle dir verschiedene Ansätze vor.

 

 

Warum ist Social Media Recruiting so erfolgreich?

In der Schweiz herrscht Vollbeschäftigung und nur wenige sind aktiv auf Jobsuche. Gemäss Statistik sind das nur 15 Prozent der Arbeitnehmenden. Als Recruiterin bedeutet das für mich: Ich muss potenzielle Fachkräfte direkt ansprechen. Und wo finde ich Menschen, die nicht aktiv suchen? Genau, auf Social Media! Dort, wo sie täglich bis zu 2,5 Stunden verbringen (Quelle: Digital 2022 Global Overview Report).

 

Um zu verstehen, was genau Social Recruiting ist, stelle ich dir drei Methoden vor:

  1. Active Sourcing
  2. Performance Recruiting
  3. Employer Branding
 

Methode 1 – Active Sourcing

Beim Active Sourcing suche ich aktiv nach passenden Kandidat:innen auf Social Media Plattformen. LinkedIn ist hierfür ideal, da es ausgezeichnete Suchfunktionen bietet. Ich kann auch über Google, Social Media Gruppen oder sogar Wettbewerbs-Webseiten nach Talenten suchen. Schon mal etwas von X-Ray Search gehört?

Für Direktansprachen bevorzuge ich LinkedIn, besonders mit einem bezahlten Account, da dies für mich am einfachsten und effektivsten ist. Dabei nutze ich den Sales Navigator und nicht den LinkedIn Recruiter, weil ich meine ganz eigene Struktur und Arbeitsweise habe.

Active Sourcing wird oft mit Direktansprachen auf Social Media gleichgesetzt. Doch es umfasst mehr. Auch Messen und Mitarbeiterempfehlungen gehören dazu.

 

Meine Tipps für erfolgreiches Active Sourcing

  • Individuelle Ansprache – vermeide bitte Massennachrichten ohne Mehrwert für den/die Empfänger:in
  • Aufbau von Vertrauen vor dem Jobangebot
  • Klare Vorstellung meiner Candidate Persona

Mein Ziel ist, eine positive Rücklaufquote von mindestens 50% zu erzielen. Das heisst, wenn ich 100 Personen anspreche, erwarte ich mindestens 50 Antworten.

 

 

Methode 2 – Performance Recruiting

Performance Recruiting ist ein wichtiger Teil des Social Recruitings. Das Ziel ist, durch bezahlte Werbung eine Aktion – in diesem Fall eine Bewerbung – zu generieren. Dies erreiche ich durch Werbekampagnen, die auf speziell gestaltete Landingpages führen.

 

Meine Tipps für erfolgreiches Performance Recruiting

  • Detaillierte Planung einer Rekrutierungskampagne mit der Linie, dem HR- und Marketing-Team
  • Erstellung einer attraktiven Landingpage mit Worte, die Emotionen wecken und zum Handeln motivieren
  • Visuell attraktiv gestalten: Authentische Fotos statt Stockfotos verwenden

Eine erfolgreiche Performance Recruiting Kampagne ist für mich nicht einfach nur die klassische Stellenanzeige mit bezahlter Werbung und ohne Anpassung über Social Media zu pushen, sondern hier geht es um eine Recruiting und Employer Branding Kampagne.

 

 

Methode 3 – Employer Branding über Social Media

Employer Branding sehe ich als die Königsdisziplin. Unternehmen bauen eine starke Arbeitgebermarke auf, basierend auf einer positiven Unternehmenskultur. Dies steigert nicht nur die Attraktivität für Talente, sondern hat auch viele positive Effekte auf bestehende Mitarbeitende.

 

 

Meine Tipps für erfolgreiches Employer Branding

Bevor man sich dem Thema Employer Branding widmet, ist es entscheidend, dass ein Unternehmen eine gründliche Selbstreflexion durchführt. Dazu gehören Mitarbeitendenumfragen und Social Listening, um ein umfassendes Bild zu erhalten.

Diese Einblicke, sowohl von internen als auch von externen Quellen, sind unerlässlich für die Entwicklung des Employer Value Proposition (EVP). Es ist wichtig zu verstehen, dass das Definieren des EVP von oben nach unten, also Top-Down, nicht der effektivste Weg ist. Vielmehr sollte das EVP aus den tatsächlichen Werten und Erfahrungen der Mitarbeitenden heraus entwickelt werden, um Authentizität und Relevanz zu gewährleisten.

 

Sobald ein Unternehmen die EVP hat und weiss, wie es sich positioniert, gibt es viele Möglichkeiten, auf das Unternehmen aufmerksam zu machen.

 

Hier einige Beispiele für Employer Branding Posts:

  • Vorstellung des Teams und neuer Teammitglieder
  • Impressionen von Events und aus dem Alltag
  • Benefits für Mitarbeitende
  • Wohltätige Aktionen
  • Jubiläen 

Social Recruiting ist auf dem Weg, sich als eine Schlüsselstrategie in der modernen Talentgewinnung zu etablieren. Immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial dieser Methode, doch es ist entscheidend zu verstehen, dass sie kein Allheilmittel gegen den Fachkräftemangel darstellt. In meiner Zusammenarbeit mit Kunden stelle ich häufig fest, dass dabei spezifische Herausforderungen auftreten.

 

 

Typische Stolpersteine im Social Recruiting und wie du sie meisterst 

1. Nicht zu früh aufgeben beim Active Sourcing

Eine Herausforderung im Active Sourcing ist die Geduld. Oft geben Recruiter zu schnell auf, wenn sie beim ersten Anlauf keine Antwort erhalten. Meine Erfahrung zeigt: Es lohnt sich, beharrlich zu sein und ein- oder zweimal nachzufassen. Ein freundliches und respektvolles Nachfragen kann den Unterschied ausmachen.

 

2. Die richtige Balance bei Keywords finden

Ein häufiger Fehler ist die unpassende Verwendung von Keywords im Active Sourcing. Zu viele oder zu wenige können deine Suche auch beeinträchtigen. Ich beginne immer mit den „Must-Have“-Keywords und erweitere dann die Suche, um eine breitere Palette an geeigneten Kandidaten:innen zu finden. 

 

3. Anpassungen im Performance Recruiting vornehmen

Im Performance Recruiting ist es ein Fauxpas, eine Stellenanzeige einfach zu digitalisieren, ohne sie für die Social Media Plattform anzupassen. Bedenke: Die meisten Interaktionen erfolgen über das Smartphone. Daher ist es entscheidend, deine Anzeigen „Mobile First“ zu gestalten.

 

4. Zielgruppengerechte Ansprache nicht vernachlässigen

Ein weiterer Punkt, der oft übersehen wird, ist die zielgruppengerechte Ansprache im Performance Recruiting. Erfolgreiche Kampagnen erfordern massgeschneiderte Inhalte, die genau auf die Bedürfnisse und Interessen deiner Zielgruppe abgestimmt sind.

 

5. Konsistente Kommunikation über alle Kanäle hinweg

Ein häufiger Fehler ist die inkonsistente Kommunikation über verschiedene Social Media Kanäle. Um Vertrauen und Wiedererkennungswert zu schaffen, ist es wichtig, eine einheitliche Botschaft und Arbeitgebermarkenidentität auf allen Plattformen zu pflegen.

 

Indem du diese Stolpersteine erkennst und geschickt umgehst, kannst du die Effektivität deiner Social Media Recruiting Strategie deutlich steigern.

 

 

Meine Sicht auf Social Media Recruiting

Social Media Recruiting bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, Talente zu gewinnen und zu binden. Jede Methode hat ihre eigenen Stärken und Herausforderungen. Active Sourcing ist zielgerichtet und braucht Zeit, Performance Recruiting bietet eine hohe Reichweite innert kurzer Zeit und Employer Branding ist eine langfristige Investition in die Arbeitgebermarke.

 

Heute geht es nicht mehr um ein Entweder-Oder, sondern um einen ganzheitlichen Ansatz, um die Herausforderungen des Fachkräftemangels effektiv anzugehen.

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